Kinder sind die empfindlichsten und wichtigsten Mitglieder einer jeden Gesellschaft. Sie sind die Menschen, in denen unsere Zukunft liegt. Einerseits erfordern sie äußerste Sorgfalt für eine angemessene Erziehung, andererseits können sie ungewolltem Mobbing ausgesetzt sein. Im 21. Jahrhundert sind viele neue Formen des Kindesmissbrauchs und Mobbings aufgetaucht. Dieses Mobbing hat sich von körperlicher und sexueller Gewalt zu spiritueller und psychologischer Gewalt verlagert. Die Schattenseite dieses Bildes liegt in der Tatsache, dass viele Fälle von Kindesmissbrauch und Mobbing nicht gemeldet und/oder sogar geleugnet werden.
Man muss bedenken, dass jede Art von Mobbing und Kindesmissbrauch bleibende Spuren in der Erinnerung des Opfers hinterlässt und noch unbeständiger werden kann. Keine Nation wünscht sich eine psychisch gestörte und geistig beeinträchtigte nächste Generation. Daher muss jedes Mitglied der Gesellschaft, insbesondere die Eltern, die Augen offen halten und auf jede noch so kleine Verhaltensänderung ihrer Nachkommen achten.
Bevor wir uns näher mit den möglichen Warnzeichen befassen, die auf eine Kindesmissbrauchsgefahr hinweisen, möchte ich Ihnen erläutern, was Mobbing ist. Garrett beschreibt 2003 treffend, dass Mobbing so direkt sein kann wie Hänseleien, Schläge oder Drohungen, oder so indirekt wie Ausgrenzungen, Gerüchte oder Manipulationen. Dies bedeutet, dass Mobbing eine vielfältige Struktur hat und in der modernen Ära sehr raffiniert geworden ist. Es ist millionenfach erwähnenswert, dass auch Cybermobbing hinzugekommen ist, um Öl ins Feuer zu gießen. Im Zeitalter des digitalen Fortschritts ist ein Kind, das ein Mobiltelefon oder einen Personal Computer benutzt, weitaus stärker der Gefahr des Cybermobbings ausgesetzt. Die Mobber können ihnen bedrohliche Textnachrichten schicken oder Blogs oder Webseiten erstellen, um die Familie oder die persönliche Würde eines Opfers zu verunglimpfen. In diesem Fall muss man wachsam genug sein, um nach Anzeichen von Missbrauch und Mobbing Ausschau zu halten, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Hauses.
Vor Kurzem wurde ein Interview mit Dr. Daniel Hoover, einem klinischen Kinder- und Jugendpsychologen, bei Fox Baltimore News ausgestrahlt. Im Gespräch mit dem Moderator hob Dr. Hoover die Warnzeichen für missbrauchte und gemobbte Kinder hervor. Ihm zufolge sind einige Anzeichen, dass das Kind immer widerwilliger zur Schule geht und traurig und deprimiert aussieht. Laut ihm wird ein Kind immer ausweichender und will offensichtlich nicht zum Training oder zur Schule gehen. „Nun, viele Kinder werden wirklich traumatisiert, und es kann die schulische Arbeit beeinflussen, und es gibt Studien, die auf Suizidgedanken bei Kindern hinweisen, die wirklich gemobbt werden.“ antwortete er auf die Frage nach den möglichen Langzeitfolgen von Kindermobbing, wenn nichts zur Lösung unternommen wird. Er schlägt vor, mit Mobbern zusammenzuarbeiten, um sie zu positiven Mitgliedern der Gesellschaft zu machen. Ihm zufolge zeigen Mobber Aggressionen zu Hause und in der Schule.
Wir müssen außergewöhnliche Anstrengungen unternehmen, um unsere Welt zu einem mobbingfreien Ort zu machen. Ein Opfer muss rechtzeitig Hilfe erhalten. Ältere Familienmitglieder sollten in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle spielen. Eltern und Nachbarn müssen eingreifen, denn sonst wird sich dieses Problem nicht lösen. Vor allem sind das ständige Bemühen um Wissen über diese Krankheit und die Verbreitung von Bewusstsein die ersten Schritte, die unternommen werden müssen.
Quelle:
https://foxbaltimore.com/morning/doctor-explains-warning-signs-of-bullying-and-how-to-talk-to-children-about-it